Sexualberatung

Die Sexualität wird von vielen Faktoren beeinflusst, im Wesentlichen von

  • der Psyche
  • den Sexualhormonen und
  • den anatomisch-physiologischen Gegebenheiten.

Anatomische Veränderungen im weiblichen Genitalbereich, z.B. schmerzhafte Narben oder eine zu enge Scheidennaht nach Geburten, machen den Geschlechtsverkehr oft schmerzhaft oder gar unmöglich. Auch eine  Gebärmutter/Scheidensenkung oder eine zu weite Scheide kann stören, besonders wenn noch von unkontrolliertem Urinabgang begleitet. Derartige anatomische Veränderungen lassen sich häufig durch Hormonersatz bessern. Zum Teil sind aber operative Korrekturen notwendig.

Auch als übergroß empfundene Schamlippen werden nicht selten als Störung angegeben, auch sie lassen sich operativ normalisieren.

Potenzstörungen belasten oft älter werdende Männer, nicht selten schon ab dem 5. Lebensjahrzehnt. Ein Ersatz erniedrigter Sexualhormone kann zu einer deutlichen Verbesserung von Libido und Potenz führen.

Die häufigste Ursache ist eine im Alter auftretende Durchblutungsstörungen des Penis, so dass eine ausreichende Erektion nicht mehr möglich ist. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten können vorrübergehend zu einer Erektion führen, so dass ein befriedigender Geschlechtsverkehr möglich wird.

Medikamentöse Therapiemöglichkeiten:

Vor einer medikamentösen Therapie müssen gravierende  internistische Erkrankungen ausgeschlossen werden, z.B. Diabetes mellitus , Hypertonie oder Herzkreislauferkrankungen.

Am bekanntesten ist die Behandlung z.B. mit Viagra oder Cialis. Diese Präparate führen zu einer mehrstündigen Mehrdurchblutung des Penis und Erektion nach Stimulation. Es sind verschreibungspflichtige Medikamente, Kontraindikationen und die nicht seltenen Nebenwirkungen sind zu beachten.

Eine weitere Option eine Erektion zu ermögliche bietet die Injektion in den Schwellkörper des Penis (Skattechnik)  mit einer Medikamentenkombination, welche zu einer vorrübergehenden Mehrdurchblutung und Erektion führt. Die Injektionstechnik ist erlernbar, nicht sehr schmerzhaft und nebenwirkungsarm bei richtiger Anwendung.

Schließlich gibt es noch die Möglichkeit eine Erektion zu erreichen mit Hilfe der medikamentenfeien Vakuum-Technik. Mit der Vakuumpumpe lässt sich ohne Stimulation vor dem Geschlechtsverkehr, eine gute Erektion erzielen. Dies ist eine nebenwirkungsfreie Methode, welche unabhängig von internistischen Erkrankungen angewendet werden kann und deshalb durchaus empfehlenswert ist.